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Müssen wir es tolerieren, dass immer mehr Jugendliche unter 16 rauchen und kiffen?

Darum geht die Debatte


Mir fällt immer auf, dass vermehrt Jugendliche, die das 16. Lebensjahr noch nicht abgeschlossen haben, Zigaretten rauchen oder gar Hanf konsumieren.
Ich finde es bedenklich, dass vor allem das Rauchen von der Politik annähernd akzeptiert wird und nichts nachvollziehbares gemacht wird. Man muss bedenken, das viele dieser Jugendlichen sich der Gefahren des Rauchens und Kiffens, sei es den langfristigen oder den kurzfristigen, nicht bewusst sind. Sie rauchen, weil sie dies von den älteren kennen und deshalb cool finden.
Auch beim kiffen, wenn Jugendliche dabei erwischt werden, wie sie Cannabis konsumieren, leitet die Polizei in den wenigsten Fällen eine Anzeige ein, was eigentlich richtig wäre.
Die Politik sollte meiner Meinung nach mehr gegen dieses Problem machen. Präventionsveranstaltungen in Schulen bringen meist sehr wenig.
Man sollte für Jugendliche unter 18 die auf der öffentlichen Strasse rauchen mit einer Geldbuse bestrafen, dies hätte auch ein präventive Wirkung. Und wenn Jugendliche von der Polizei beim Kiffen erwischt werden, dann sollten sie ihres Amtes walten und diese Massnahmen vollziehen, die für diesen Fall vorgesehen sind.

Debatte http://rauchenundkiffen.politnetz.ch
Geschrieben 19. April 20:18, Sandro Vecchi - BDP
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1
Wir die Schweitzer:
Ja, denn wir haben es verboten, und damit der Kontrolle entzogen. Mehr und härtere Strafen? Kosten, zuwenig Gefängnisse und überlastung Polizei/Justiz.

Wir unbeteiligten Zuschauer:
Ja

Wir Eltern:
Nein, kommt aber auf die Familien Kultur an, und das Beispiel das wir abgeben. Tip: Kinder durchschauen unsere Lügen und Scheinheilikeit recht gut.
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hallo??? gekifft haben wir vor 15 jahren (ich bin jetzt erst 29) bereits wie die wilden. der grösste teil merkt nach einer bestimmten zeit, dass was zuviel ist zuviel ist. und was erwartet ihr? der druck auf jugendliche steigt stetig, die grenze von arm und reich, priviligierten und "unpriviliegerten" wächst von tag zu tag. wer anders ist, hat schon immer probleme gehabt und heutzutage ist anders sein schon gar nicht mehr gefragt; nur noch leistung zählt. nur haben heute mehr leute probleme, die das system behindern (denn probleme gab es immer gleich viel). und das heutige system braucht menschen, die es behindern. und so wird es häufiger thematisiert. es gilt grundlegendes zu ändern. zudem ist es wichtig, dass nicht mehr schwarz / weiss gedacht wird. zu viel kiffen ist definitiv nicht gut für den menschen. jeder reagiert anders auf die substanz. wichtig ist, dass nicht polarisiert, dass weder verherrlicht noch abgelehnt wird. und dass wir zulassen, dass jeder mensch das recht hat, ein bisschen "wegzuflashen". und dass wir grundlegend nach dem "warum" fragen und nicht gleich urteilen, wenn wir die erwünschte antwort nicht erhalten. legalisiert die ware und informiert dabei neutral und ehrlich!
2 Kommentare
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Um Himmels Willen !

Hier tummeln sich Leute ...welche die Raucher ins Ghetto treiben wollen...und vermutlich als nächstes nach Prohibition schreien...

und Sie wollen Cannabis legalisieren ?

Dream on !
Schneider O - Parteilos 9. Mai 2010 Verstoss melden
Mann kann ja Träumen und Hoffen, nicht? Anbei, auch das Alter/Entwiklungsstufe scheint eine Rolle zu spielen bei der Schädlichkeit.
Claude Senn 28. Mai 2010 Verstoss melden
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8
Ich sehe nicht ein, warum der Handel mit Alkohol, Zigaretten und Cannabis dem freien Markt überlassen werden soll. Diesen muss der Staat vollständig unter seine Kontrolle bringen. Gleichzeitig muss die illegale Drogenverteilung massiv bekämpft werden, müssen Präventionsprogramme den Einstieg in die Drogensucht verhindern. Wer schliesslich doch zu Drogen greift, soll nicht kriminalisiert, sondern begleitet werden.
7 Kommentare
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In Bezug auf die Kontrolle des Handels gebe ich ihnen recht. Jedoch erachte ich es als falsch, dem Staat ein Verkaufsmonopol zu verleihen. Wie sollte dies denn ausgestaltet werden? Alkohol und Tabak nur noch gegen Abgabeschein am Schalter der Einwohnerkontrolle?

Eine Alternative wären meiner Meinung nach verschärfte Kontrollen seitens der Polizei, verbunden mit einer Bestrafung des Käufers, wenn man diesen auf frischer Tat ertappt. So würde eine gegenseitige Ablehnung zum Kauf von solchen Produkten entstehen. Vorausgestzt natürlich, dass die Bussgelder genügend hoch angesetzt werden.
Sandro Portmann 5. Mai 2010 Verstoss melden
Bussen bringen nichts - so entsteht der Polizeistaat erst recht. Prohibition bringt auch nichts - das wissen wir aus der Geschichte. Vernünftig ist deshalb nur eine Monopolisierung des Drogengeschäfts, die Herstellung von synthetischen Drogen etwa.

Die Süchtigen müssen von der Strasse, der Kriminalität entrissen werden.

Natürlich reicht das nicht. Es braucht weitere Massnahmen zur Therapie und Prävention. So dass der Staat sein eigenes Geschäftsfeld letztlich austrocknet.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 5. Mai 2010 Verstoss melden
Um das zu erreichen, müsste man Hanf Legalisieren. Wie gut der Krieg gegen Drogen funktioniert könnte ja eigentlich jeder selbst nachlesen.
Claude Senn 28. Mai 2010 Verstoss melden
Zustimmung. Der Hanf muss unbedingt legalisiert und dessen Verkauf und Produktion reguliert werden. Klare Alterbegrenzung, Marihuana-Steuer und evtl. eine Mengenbeschränkung beim Verkauf auf z.B. 5 Gramm pro Person müssen her. Die jetzige Situation ist auf jeden Fall untragbar, da hier ein "Krieg" gegen die eigene Bevölkerung geführt wird. Ferner ist die Drogenprohibition eine klare Verletzung der verfassungsmässig garantieren Freiheitsrechte. Ein Verweis auf die Volksgesundheits empfinde ich als zynisch, da durch die fehlende Qualitätskontrolle, unbekannte Dosis, unbekannte Streckmittel, Syntheserückstände oder schlicht die unbekannte Zusammensetzung die Drogen weit gefährlicher werden lässt, als sie ohnehin schon sind.
Michael Wieland 28. Mai 2010 Verstoss melden
Ähm, "gestreckter ,synthetischer und unbekannte zusammensetzung" Hanf? Hanf?
Aber bezogen auf H und C, wie heisst es so schön: Die sterben nicht an den Drogen, sondern den sozialen Begleitumständen.
Claude Senn 28. Mai 2010 Verstoss melden
Sorry, ich liess micht zu einem generellen Statement bezüglich Prohibition verleiten. *schäm*
Wobei, so ganz fern jeglicher Realität ist das auch bei Hanf nicht. Ich möchte Sie auf mit Blei gestrecktes Cannabis hinweisen, welches ja eine zeitlang kursierte.
Michael Wieland 28. Mai 2010 Verstoss melden
Danke dann für die Warnung

Disclaimer: bin über 18, nicht Kiffer, und falls doch wars kein Lungenzug.
Claude Senn 28. Mai 2010 Verstoss melden
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Zuerst einaml vorweg, ich bin selber Raucher und habe früh mit dem Rauchen angefangen. Trotzdem begrüsse ich das Rauchverbot in Restaurants.

Zurück zum eigentlichen Thema.

Das Verbot des Zigarettenverkaufes unter 18 bringt, zumindest meiner Meinung nach, nicht viel! Wollen die Jugendlichen mit dem Rauchen anfangen, dann kommen sie immer an Zigaretten. Ältere Bekannte/Freunde, gefälschte Schülerausweise etc. Wie beim Alkohol. Es dürften ja eigentlich keine Spirituosen/Alcopops an unter 18-jährige verkauft werden. Trotzdem sieht man immerwieder Jugendliche, mit derartigen Getränken. Auch hier hat die Altersgrenze wohl nicht ganz zugeschlagen...
3 Kommentare
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Der Kanton Bern hat auch diesbezüglich gehandelt und stellt nicht nur den Verkauf, sondern auch die Weitergabe von Raucherwaren und Spirituosen durch ältere Kollegen / "Freunde" unter Strafe.
Ruedi Löffel - Grossrat Bern, EVP 22. April 2010 Verstoss melden
Hier stellt sich bei mir jedoch die Frage, ob dies überhaupt kontrolliert werden kann. Für mich geht die ganze Alkohol und Tabak Diskussion ein Stück weit in die gleiche Richtung wie diejenige der "Killerspiele". Auch beim Thema Alkohol und Tabak wären die Eltern vermehrt ins Gebet zu nehmen! Den ersten Kontakt mit Alkohol haben die Jugendlichen meist zu Hause, wo keine Kontrolle seitens der Polizei stattfindet.
Sandro Portmann 22. April 2010 Verstoss melden
Natürlich stehen die Eltern in der Verantwortung. Die strukturellen Massnahmen unterstützen aber diejenigen Eltern, die ihren Kids Grenzen setzen.
Ruedi Löffel - Grossrat Bern, EVP 29. Mai 2010 Verstoss melden
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Für den Kanton Bern stimmt die Aussage nicht, dass die Politik nichts gegen das Rauchen unternehme: Seit gut 3 Jahren hängt keine Tabakwerbung mehr im öffentlichen Raum, Zigis dürfen nicht mehr an Minderjährige verkauft weden und seit bald 1 Jahr sind alle öffentlichen Räume rauchfrei. Mit diesen 3 Massnahmen, die alle auf Vorstösse von mir zurückgehen, hat der Kanton Bern fast alles umgesetzt, was auf struktureller Ebene möglich ist. Auch der Bund hat mit den Preiserhöhungen seine Hausaufgaben gemacht.
4 Kommentare
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Ahh, brav, alles stukturell mögliche Verboten. Sehr sinnfoll dieses verbieten, ja ja. Aber mal im ernst, intressant ist nicht dass Sie anregten ein paar zusätsliche Verbote zu schaffen, sondern wie sich diese Verbote auswirken.
Tip: Prohibition, USA, Google ist auch Ihr Freund, oder wiki
Claude Senn 28. Mai 2010 Verstoss melden
Und wie bitte wirken sich diese Verbote aus? Ganz bestimmt schadet es niemandem, wenn keine Tabakwerbeplakate mehr hängen und dass keine Zigis mehr an Kinder verkauft werden, dürfte ebenfalls nicht so schlimm sein?
Ruedi Löffel - Grossrat Bern, EVP 29. Mai 2010 Verstoss melden
auch das beantwortet nicht die Frage nach der Wirkung, sondern ist die Vermutung , es sei nicht schädlich.
Claude Senn 30. Mai 2010 Verstoss melden
eingeschränkte Tabakwerbung BEWIRKT, dass Kinder und Jugendliche weniger mit "Freiheit und Abenteuer" Versprechen in eine todbringende Sucht gelockt werden. Jugendschutzvorschriften die eingehalten werden, BEWIRKEN, dass weniger Kinder und Jugendliche mit krankmachendem Stoff bedient werden.
Ruedi Löffel - Grossrat Bern, EVP 30. Mai 2010 Verstoss melden
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11 Kommentare
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Wieviele Personen sterben denn pro Jahr an Cannabiskonsum? Wie viele an Tabakkonsum? Und wie viele aufgrund alkoholbedingten Krankheiten? Möglicherweise ist das Cannabis eine so teuflische Droge weil Sie es im Gegensatz zu den Volksdrogen Tabak und Alkohol nicht besteuern können?

Ich möchte das Kiffen nicht verharmlosen und die Prävention nicht in den Hintergrund stellen. Langzeitwirkungen sind sicherlich zu beachten, wichtiger wäre jedoch endlich die klare Trennung von weichen Drogen (Alkohol, Tabak, Cannabis) und harten Drogen (Partydrogen, Heroin, Kokain, Crack) klar durchzuziehen. Danach können wir über Präventionsprogramme sprechen.

Alkohol darf auch nicht verharmlost werden. Ich hoffe dass Sie keinen Alkohol konsumieren sollten Sie Kinder haben.

Ich kiffe auch nicht und rauche nur sehr selten bei passender Gelegenheit. Aber ich sehe die Kiffer (übrigens mit rückläufigen Zahlen) nicht als Gefahr der Menschheit...
Andreas Wyler - GLP 22. April 2010 Verstoss melden
@Andreas Wyler: Ich weiss nicht, wie viele Personen jährlich an den Folgen des Konsums von Cannabis&Tabak sterben. Was ich weiss ist, dass sich ein Jugendfreund das Leben genommen hat, da er nicht mehr davIon weg kam. Ich finde, Cannabis darf man nicht auf die gleiche Stufe stellen wie Tabak, da die Folgen klar gravierender sind. Der Übergang von Cannabis zu den von Ihnen genannten harten Drogen ist fliessend. Cannabis ist keine harte Droge - soweit sind wir uns einig - es ist aber anders als der Tabak die Vorstufe zu den harten Drogen. Der Alkohol ist wahrlich ein grosses Problem. Ihn zu verharmlosen käme mir nicht in den Sinn. Cannabis jedoch zu legalisieren mit dem Hinweis darauf, Alkohol sei ja auch legal, wäre zu einfach und greift aber m.E. zu kurz.

Ich bin Familienvater und trinke auch ab und zu ein Bier. Es ist aber - wie oft - eine Frage des Masses. Ich sehe Cannabis als unmittelbare Vorstufe von harten Drogen nicht als Gefahr der Menschheit, aber als Gefahr für die Jugend.
Lars Guggisberg - Grossrat des Kantons Bern, SVP 22. April 2010 Verstoss melden
Dass sich in Ihrem Umfeld eine Tragödie abspielte tut mir leid, ich muss aber auch darauf hinweisen, dass sich viele Menschen das Leben nehmen weil sie nicht vom Alkohol wegkommen, resp. dieser das soziale Leben unerträglich hat werden lassen. Der 'Ausstieg' von Cannabis ist mit jenem vom Takak vergleichbar, glauben Sie mir.

Cannabis weckt nicht das Verlangen nach harten Drogen, die Rauschwirkung und das Rauschzentrum im menschlichen Körper ist ein anderes als bei Heroin und anderen harten Substanzen. Von Cannabis zu den harten Drogen gelangt man, weil man sich beides an den gleichen Verkaufspunkten beschaffen muss da beides illegal ist. Hätte man Cannabis legalisiert hätte man die Kids und die erwachsenen Konsumenten von den Dealern wegholen und gleichzeitig wirkungsvolle Prävention an den Bezugsorten starten können. Diese Chance wurde leider vertan und so stellt Cannabis noch immer ein Handelsgut von Dealern dar, welche eben den Übergang zu den harten Drogen fördern.
Andreas Wyler - GLP 22. April 2010 Verstoss melden
Müssten wir nicht langsam aber sicher endlich von der Drogendiskussion wegkommen und mehr über Suchtproblematik sprechen? Für die Angehörigen und das Umfeld einer betroffenen Person spielt es nämlich keine Rolle, ob jemand dem Alkohol, dem Cannabis, dem Glücksspiel, oder dem Internet verfallen ist. Es beeinflusst ihre Lebensqualität und die Ursache ist stets die Gleiche: Jemand hat sein eigenes Suchtverhalten nicht im Griff.
Aus diesem Grund dürfen wir auch nichts verheimlichen und tabuisieren. Nur weil Alkohol legal ist, darf man dieses Problem nicht verniedlichen. Und nur weil Cannabis nicht als harte Droge gilt, darf man das auch nicht verharmlosen. Letztlich ist es aber eben immer das Gleiche: Wer anfängt zu rauchen und damit eine Sucht aufbaut, von der er nicht loskommt, der wird auch empfänglicher sein für andere Süchte. Folglich müssen wir gesellschaftlich (und politisch) versuchen, dafür zu sorgen, dass solches Verhalten gerade bei Jungen nicht mehr cool ist.
Hannes Zaugg-Graf - Grossrat Kanton Bern, SP 22. April 2010 Verstoss melden
@Lars Guggisberg: "Gefahr für die Jugend". Ha, lächerlich. fehlende Lehrstellen, kein Zugang zu öffentlichen Räumen in der Freizeit, ein veraltetes Schulsystem und die Ausbeutung von jungen Menschen als Konsumenten; das sind die Probleme die angegangen werden müssen. der Rausch dagegen kann als universelle Kultureigenschaft - ist also in allen Kulturen zu finden - bezeichnet werden.
Ta Mara 5. Mai 2010 Verstoss melden
Die Empfänglichkeit für andere Süchte würde ich persönlich nicht bei jeder Droge gleich hoch ansetzten, da jede Droge unterschiedliche Lustzentren im Gehirn aktiviert.

Ich sehe, ebenso wie Herr Wyler, das Problem bei Cannabis darin, dass es sich der Konsument bei dubiosen Dealern besorgen muss, die einem weiss der Teufel was noch ins Gras kippen. So gibt es heute bei den Dealern nicht nur die einfachen Cannabis Produkte Hanf und Haschisch zu kaufen, sondern das selbe noch versetzt mit Kokain oder Heroin. Das ist eine echte Gefahr! Bei den gesellschaftlich akzeptierteren Süchten wie Alkohol- und Nikotinsucht, kann ich mir mein Suchtmittel legal in einem Kiosk/Coop/Denner etc. kaufen und habe dadurch eine gewisse Kontrolle darüber was ich kaufe (Stichwort Deklarationspflicht). Eben diese Kontrolle ist übrigens etwas, was sich, notabene vor allem die älteren Kiffer (30+) wünschen würden. Eine Angabe der THC-Konzentration wie wir es beim Alkohol haben.
Sandro Portmann 5. Mai 2010 Verstoss melden
klar, legalisierter und kontrollierter vertrieb von gras wär ein lösungsansatz. wer sein gras aber bei einem dealer besorgt, den er oder sie nicht kennt, sorri, muss leider als nicht sehr schlau bezeichnet werden... hoffen wir auf eine erneute baldige initiative, die vom "volk" nicht wieder abgelehnt werden wird.
Ta Mara 5. Mai 2010 Verstoss melden
"Müssten wir nicht langsam aber sicher endlich von der Drogendiskussion wegkommen und mehr über Suchtproblematik sprechen?"

Wie möchten Sie das Suchtproblem genau angehen? Unter Betrachtung neurobiologische Fakten, die Indizien dafür hat, dass Sucht (nach den Kriterien DSM IV) eine Funktion eines bereits impulsgestörten Gehirns ist und nicht wie in der breiten Gesellschaft angenommen einfach so "mir nichts dir nichts" in jedem generiert werden kann. Genau wie bei einer Psychose braucht es auch in diesem Fall eine genetische Determinante. Mit Sozialexperimenten kommt man diesem vermeintlichen Problem nicht bei.

Übrigens: Experimente haben aufgezeigt, dass der prozentuale Anteil jener, die eine pathologische Sucht entwickeln können, in Ratten, Mäusen und Menschen ungefähr gleich hoch ist. Sucht tritt also über die Artengrenzen hinweg auf, und das mit einem konstanten Anteil in der Population.
Michael Wieland 28. Mai 2010 Verstoss melden
Meines wissens ist Alkohol überigens keine "weiche" Droge,
Ansonnsten würde ich gerne den Komentaren zustimmen, nicht dem Artikel
Claude Senn 28. Mai 2010 Verstoss melden
@Claude Senn
Alkohol ist keine "weiche" Droge, sondern zählt ganz klar zu den "harten" Drogen. Auch wenn man das nicht gerne hört, würde ich das Schädigungspotenzial des Alkohols sogar über jenes von Heroin und Kokain ansiedeln, da Alkohol im Gegensatz zu den anderen beiden Stoffen alle(!) Zellen direkt angreift und selbst ein einziger Vollrausch irreparable Schäden hinterlassen kann (ist natürlich nicht so schlimm wie es klingt); v.a. das Gehirn ist da betroffen, da dessen Regenerationsfähig sehr stark limitiert ist.
Michael Wieland 28. Mai 2010 Verstoss melden
yup, weiss ich, Kommentar war für Andreas Wyler bestimmt .

Bin bei diesen Thema auch sonst gleicher Meinung wie Sie :)
Claude Senn 28. Mai 2010 Verstoss melden
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Die Eltern sind ein Wegweiser für unsere Kinder und Jugendlichen. Sie orientieren sich meistens an ihren Eltern.

Leider konnten die Eltern dies nicht wahrnehmen. Dies hat verschiedene Gründe:

-Beide Elternteile müssen arbeiten, um über die Runden zu kommen
-Die Eltern kennen sich mit der Erziehungsarbeit nicht aus.
-Der kulturelle Hintergrund hat sich verändert
-Es gibt verschiedene Familienmodelle

Hier muss Hand geboten werden, damit die Familie wieder zusammenwächst.

Den Eltern muss von Behördenseite geholfen werden.
Auch die Wirtschaft ist in der Verantwortung, familienfreundliche Arbeitsmodelle anzubieten.
4 Kommentare
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Es liegt sehr viel in der Vorbildfunktion der Eltern, tatsächlich haben die Peergroups aber eine grössere Einwirkung auf das Verhalten der Jugendlichen. Mir ist Ihre Argumentation zu einfach und einseitig. Besonders im Kinder- und Jugendalter findet die Orientierung stärker an Menschen ähnlichen Alters als an den eigenen Eltern statt und auch später werden die Ansichten eines Menschen häufig von den Menschen der unmittelbaren Umgebung geprägt. Präventionsprogramme speziell auf Jugendliche ausgerichtet sollten früh genug stattfinden.
Marianne Schenk 25. April 2010 Verstoss melden
@Marcel Gygax:

Volle Zustimmung!
Roger M Mellert - BDP 2. Mai 2010 Verstoss melden
In Sachen Präventionsprogrammen gebe ich ihnen recht. Wann soll diese Prävention jedoch einsetzten? Bereits in der 6. Klasse oder erst in der 8.? Bei uns wurden kamen wir in der 8. Klasse erstmals im Unterricht, im Zusammenhang mit der Aufklärung, auf das Rauchen zu sprechen. Zu spät, da ein grosser Teil bereits dann regelmässig zum Glimmstengel gegriffen hat. Würde man diese Prävention noch in der Primarschule machen, so denke ich zumindest, wären grosse Teile erschrocken und empört, das Tabak bereits in der Primarschule thematisiert wird. Eine möglichst frühe Prävention ist anzustreben. Verbote seitens des Staates bringen uns jedoch nicht weiter. Denn ein Jugendlicher, der rauchen will, findet immer Mittel und Wege, sich Tabak zu beschaffen.
Sandro Portmann 3. Mai 2010 Verstoss melden
Prävention muss sehr früh beginnen, am besten bereits im Primarschulalter. Ich bin überzeugt, dass Programme entwickelt werden können (oder es gibt bereits welche), die diesem Alter gerecht sein werden oder sind. Dem Suchtverhalten kann früh entgegengewirkt werden auch bereits im Kleinkindalter. Ein Beispiel: Kleinkinder haben aufgrund des Entwicklungsstands eine noch eher niedere Frustrationstoleranz. Wenn Eltern ihre Kinder mit Essen "ruhigstellen" oder fälschlicherweise trösten wollen, weil sie weinen und quängelig sind, fördert man bereits in diesem Alter ein gewisses Suchtverhalten... Sucht hat viele Gesichter.. Ich bin auch der Meinung, dass Verbote zu erlassen nicht der richtige Weg ist.
Marianne Schenk 3. Mai 2010 Verstoss melden
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Bleiben wir doch bei den Fakten:

http://www.sfa-ispa.ch/infos-und-fakten/tabak/jugendliche/
http://www.sfa-ispa.ch/infos-und-fakten/cannabis/jugendliche/

Hören wir auf, die Jugend schlechter zu machen als sie ist!
35 Kommentare
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1. Diese Umfragen sind mit Vorsicht zu geniessen, denn viele würden nicht unbedingt zugeben, dass sie bereits Drogen konsumiert haben. Und zudem ist die Cannabisumfrage nur bei 15-Jährigen durchgeführt worden und nicht bei jüngeren.
2. Auch dieser Fakt, dass jeder 3. 15-Jährige kifft finde ich massiv beunruhigend, zumal man es offiziel gar nicht machen dürfte.
3. Es fehlrn auch statitiken, wie sich die schulische Leistung dieser Kiffer entwickelt hat, nachdem sie damit angefangen haben.
Sandro Vecchi - BDP 20. April 2010 Verstoss melden
1. Wieso sollen im Jahr 2002 mehr Leute falsche Angaben machen als im Jahr 2006? Die Studien sind absolut professionell und repräsentativ.
2. Nicht jeder Dritte kifft, sondern jeder Dritte hat es mal ausprobiert. Daran ist überhaupt nichts schlimmes. (Ausserdem kann man ganz legal nach Holland kiffen gehen.)
3. Stimmt. (Ausnahmsweise mal eine korrekte Aussage.) Dazu gibt es auch Studien: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/22623364 (Leider habe ich das Original nicht gefunden.)
David H - Piraten 20. April 2010 Verstoss melden
Sie haben sicht Recht, dass man nicht immer auf die Jugendlichen los gehen kann.

Jedoch haben sich auf das Umfeld stark verändert und Jugendliche bleiben in der Gefahr sich dem Kiffen zu widmen.

Teilweise sind es folgende Gründe:

-das Umfeld der Jugendlichen
-die Gleichgültigkeit der Eltern
-die fehlende Perspektive der Jugendlichen

Die Dinge müssen wir angehen, damit die Jugendlichen nicht erst daran denken zu kiffen.

Die Eltern, das Umfeld und die Wirtschaft sind gefordert.

Marcel Gygax - CVP 21. April 2010 Verstoss melden
Herr Gygax
Ich sehe das gleich wie sie.
Mir ist bewusst, das represive Löungen nicht die einzigen sind.

In erster Linie müssen wir präventiv arbeiten, das haben sie gut erkannt.
Das einzige Problem, das bleibt, sind diejenigen, die nicht einsehen wollen, das wir ein Problem haben.
Sandro Vecchi - BDP 21. April 2010 Verstoss melden
Ich sehe wirklich nicht ein, wieso Cannabis schlimmer sein soll als Alkohol. Das eine wird verteufelt, das andere als kulturelle Errungenschaft gepriesen.

Jedem seine Feindbilder – aber mit realen Risiken hat das nichts zu tun. Es ist einem liberalen Staat unwürdig, mündigen Menschen zu verbieten zu kiffen. Es ist eine beispiellose Bevormundung.
David H - Piraten 21. April 2010 Verstoss melden
Es ist einem DEMOKRATISCHEN Staat unwürdig, einen Volksentscheid nicht zu beachten und alle kiffen zu lassen wie sie wollen!!!

Und Alkohol ist ein Genussmittel, das gelegentlich als Droge missbraucht wird, Cannabis hingegen ist einzig und allein (in Jointform zumindest) ein Rauschmittel! Das ist ein wichtiger und entscheidender Unterschied, den viele linke Drogenbefürworter nicht einsehen!
Sandro Vecchi - BDP 21. April 2010 Verstoss melden
Mit Verlaub: So ein Bullshit. Es kann keine Rede davon sein, dass der Volksentscheid nicht beachtet wird. Die Repression ist massiv. Ausserdem besagt der Volksentscheid nur, dass der Konsum nicht legalisiert wird – über polizeiliche Massnahmen hat das Volk nicht entschieden.

Cannabis kann genauso als Genussmittel angesehen werden wie Alkohol, und Alkohol wird in aller Regel auch wegen seiner berrauschenden Wirkung getrunken. Dieser Unterschied ist an den Haaren herbeigezogen.

Ich bin kein Drogenbefürworter, sondern ein Kriminalisierungsgegner. Wem es um die Gesundheit der Jugend geht, der sollte mal bei den jugendlichen Rauschtrinkern beginnen – dies ist heute eindeutig das grösste Problem für eine gesunde Entwicklung der Jugend. Wer dieses Problem ignoriert und stattdessen Kifferhetze betreibt, den kann ich beim besten Willen nicht Ernst nehmen.
David H - Piraten 21. April 2010 Verstoss melden
Ist natürlich klar weshalb Cannabis angegangen wird in lieu von Alkohol, weil letzteres gut klingelt in den Staatskassen. Sollte Cannabis irgendwan mal legalisiert sein, werden dessen Steuerzuschläge auch bestimmt Anhänger bei den Mundtoten finden.
Daniel Belfort 22. April 2010 Verstoss melden
David. Es tut mir Leid, ich keinne Ihre "Partei" zu wenig, doch offenbar pflegt ihr es nicht respektvoll zu diskutieren. Dies ist sehr bedauerlich.

Da du das Diskussionsniveau bereits gesenkt hast, werde ich mich Ihrem Wortlaut anschliessen und sagen, dass die Assage: "...und Alkohol wird in aller Regel auch wegen seiner berrauschenden Wirkung getrunken." völliger Bullshit ist. Ich weiss nicht in welchem Umfeld Sie aufgewachsen sind, doch es ist doch so, dass in der mittleren Generation (bei den jüngeren Merhetlich leider nicht) Alkohol in den meisten Fällen genossen wird ohne einen Rausch zu erzielen.
Das "Füürobebierli" macht niemanden betrunken und das Gläschen Wein zu einem Stück Fleisch schon gar nicht.

Beim Kiffen allerdings ist es so, (und ich weiss das, weil viele meiner Freunde, zu meinem bedauern, kiffen) das der EINZIGE Genuss dabei der Rasch an sich ist.
Das ist so und etwas anderes zu behaupten ist naiv und dumm!
Sandro Vecchi - BDP 22. April 2010 Verstoss melden
Das würde heissen, dass du einzig wegen der prickelnden Wirkung im Mund ein Bier statt einem alkoholfreien Bier/Getränk trinkst? Das glaube ich dir nicht. Auch beim Feierabendbier geht es um Enthemmung, also um die berauschende Wirkung, auch wenn man das nicht «betrunken» nennt.

Bei Alkohol geht es um Enthemmung, bei THC um Beruhigung. Etwas anderes zu behaupten ist naiv und dumm.

Und beides ist bei übermässigem Konsum eine Gefahr für die eigene Gesundheit, beim Alkohol kommt dann noch die Gefahr für die Gesundheit der Mitmenschen hinzu.

Jedoch frage ich mich: Willst du eine rauschfreie Gesellschaft? Kann das das Ziel sein? Willst du dann auch das Rauschtrinken verbieten? Oder wenigstens der Verkauf von Alkohol an bereits alkoholisierte Personen?

Wir müssen die Leute nicht bevormunden und ihnen verbieten, sich zu berauschen, sondern die Leute aufklären über die Gefahren und ihnen die Kosten, die sie mit ihrem Verhalten verursachen, überwälzen – also die Eigenverantwortung stärken.
David H - Piraten 22. April 2010 Verstoss melden
@Sandro Vecchi

Vielen Dank, dass Sie einmal das Niveau der Piraten angesprochen haben.

Dieses ist wirklich in einigen Diskussion sehr von "Strassenslang und respektlosen Ausdrücken geprägt".

Ich habe mich noch zurückgehalten, da die Piraten noch eine junge Partei ist und ich dachte, dass einige Exponenten durchaus noch lernfähig sind und mit Respekt und Toleranz diskutieren können.

Wenn sich das nicht ändert, denke ich werden die Piraten wie damals nicht überleben.
Marcel Gygax - CVP 22. April 2010 Verstoss melden
Die Tatsache, dass der Cannabiskonsum unter den Jugendlichen abgenommen hat heisst nicht, dass man diese Entwicklung nicht im Auge behalten muss.
Marcel Gygax - CVP 22. April 2010 Verstoss melden
@Sandro Vecchi

Ich finde es auch schwer in Ordnung, dass Sie sich als junger Mensch in einer Partei und in der Politik engagieren.

Wir brauchen mehr Leute wie Sie, die mit Anstand, Respekt, Toleranz und sachlich diskutieren.

Weiter so!


PS: Zudem zeigt es auch, dass nicht alle Jungen Menschen das Kiffen als Genussmittel und als unkritisch betrachten.
Marcel Gygax - CVP 22. April 2010 Verstoss melden
@ Marcel Gygax

Vielen dank für diese freundlichen und zustimmenden Worte, ich weiss das sehr zu schätzen.

Anstand, Respekt und Toleranz in der Politk sind mir ein grosses anliegen, den nur so kann man zusammen zu guten lösungen kommen.

Toleranz ist wichtig, aber Toleranz darf nicht zu Gleichgültigkeit führen. Somit wären wir wieder beim Thema. Es darf uns nicht egal sein, dass viele Jugendliche sich mit Cannabis berauschen.

@ David H

Ja, tatsächlich. Ich trinke gerne einmal 3 dl Bier wegen dem Geschmack und nicht wegen dem Rausch und ich denke, das geht vielen normalen Leuten so.
Ich will das Rauschtrinken nicht verbieten, das geht zu weit, doch es darf uns nicht einfach egal sein. Wir müssen etwas dagegen machen.
Sandro Vecchi - BDP 22. April 2010 Verstoss melden
Mit Verlaub, diese Niveaudiskussion ist ziemlich scheinheilig. Wisst ihr übrigens, was mit «mit Verlaub» gemeint ist? Ich bin übrigens noch in einer anderen Partei, die ich aber verschweige, um deren Ruf nicht zu beschädigen. :-)

@Sandro Vecchi: Wieso soll denn das Cannabisverbot nicht zu weit gehen, wenn das Rauschtrinken zu weit geht? Und dann gar noch ein Tabakrauchverbot für Unter-18-Jährige?

Natürlich darf es uns nicht egal sein, was Jugendliche machen – aber Bevormundung ist der falsche Weg.
David H - Piraten 22. April 2010 Verstoss melden
(Als Übersetzungshilfe: «Mit Verlaub: So ein Bullshit.» = «Wenn du mir gestattest, ausnahmsweise mal einen Kraftausdruck zu benutzen und eine zugespitzte Aussage zu machen: So ein Bullshit.»)
David H - Piraten 22. April 2010 Verstoss melden
Bevor Sie versuchen zu lehren, informieren Sie sich bitte!!

mit Verlaub: "Wer eine Äußerung "mit Verlaub" beginnt, sucht damit gleichzeitig um die Erlaubnis nach... und zeigt an, dass er diese für bereits gegeben hält."

Das hat nichts mit so ein Bullshit zu tun!

und sowiso : so ein Bullshit hat nichts in einer politischen Debatte verloren, GAR NICHTS
Sandro Vecchi - BDP 22. April 2010 Verstoss melden
In welcher Partei bist du den sonst noch David :)

Ne im Ersnt es geht hier ja nicht mal unbedingt ums Kiffen man kann Cannabis auch anderst zu sich nehmen z.B. Lebensmittel , Getränke usw..
Ich weiss das viele Aerzte weltweit Cannabis empfehlen und zwar so ziemlich gegen alles vorallem zur Schmerzbehandlung. Und ich glaub vor diesem Hindergrund darf man die Augen nicht verschliessen. Ausserdem kann man mit Cannabis Kleider herstellen oder Isoliermaterial für Häuser erstellen. Also sollte man sich schon überlegen ob man dieses Produkt der Natur wirklich verteufeln sollte. Zumal vor allem unsere Bauern dadurch gute Möglichkeiten hätten.

Aber zurück zum Thema viele sprechen hier von Prävention merken aber nicht das man eigendlich keine Prävention von illegalen Produkten machen kann. Weil illegaler Handel nunmal dort stattfindet wo niemand Ihn kontrollieren kann. Und ganz ernsthaft mir ist ein Jugendlicher der mal eins kifft 1000 mal lieber als jemand der trinkt und danach Auto fahrt.
Patrik Hafner - Piraten 22. April 2010 Verstoss melden
Ich finde, dass es durchaus erlaubt ist, sein Unverständnis mal mit einem Kraftausdruck zum Ausdruck zu bringen. Du darfst meine Aussagen als «naiv und dumm» bezeichnen, und ich deine als «Bullshit». Ich empfinde das nicht als respektlos, solange keine Personen so betitelt werden. Würde beispielsweise «Bei diesen Aussagen kann ich nur den Kopf schütteln» von mehr Respekt zeugen? Ist doch Hans was Heiri. Wir brauchen doch keine Sprachpolizei à la Simoneschi-Cortesi.
David H - Piraten 22. April 2010 Verstoss melden
Hör mal, du bist offenbar in diesem Fall sehr speziell eingestellt.
Aber es kommt bei den Wenigsten gut an, wenn man in einer Debatte Kraftausdrücke verwendet.
Versuch es doch das nächste mal so: " Ich denke, dass nicht nicht ganz richtig, was du sagst..." oder "Vielleicht sollten Sie diese Sache nochmal überdenken. Ich sehe das GANZ anderst" Ist netter für die mitdiskutierende Person.
Sandro Vecchi - BDP 22. April 2010 Verstoss melden
OK, ich werde mir Mühe geben, dich in Zukunft zu schonen… ;-)

Wo waren wir stehengeblieben…?
David H - Piraten 23. April 2010 Verstoss melden
Wir finden es gut, dass die Frage der Kraftausdrücke in der Debatte selber geregelt wurde. Wir von politnetz.ch möchten keine Kraftausdrücke in den Debatten. Dabei beziehen wir uns auf unsere Diskussionskultur und den darin enthaltenen Punkt "Toleranz und Respekt".

Beste Grüsse vom Politnetz-Team.
Danke für die angeregte Diskussion.
Politnetz Team - Administrator 23. April 2010 Verstoss melden
Kiffen:
Kann es Genuss sein? Ja! Kann es Sucht sein? Ja!
Gleiche Fragen an den Alkohol: Ja. Ja.

Ich habe einige fragwürdige und einige gute Aspekte in der Diskussion gelesen.

@Sandro:
Da hast du uns ja was eingebrockt mit der Diskussion ;-) Doch ich stehe mehrheitlich hinter dir. Es darf uns nicht egal sein. Wir müssen unser Beses geben um das Beste zu bewirken. Was das Beste ist definiert jedoch jeder für sich selber. Ein Kiffer hält die Legalisierung für das Beste. Der Preis sänke und er müsste sich nicht mehr genieren.
Ich fände auch eine Legalisierung als guten Anfang. Doch wer kifft soll auch die Folgen tragen. Ganz einfach:
StGB 125 I Fahrlässige Körperverletzung... Wer einen Schaden erzeugt haftet dafür und wird bestraft. Ist der Schden am fremden Körper folgt eine Busse oder Haft bis 3 Jahre. Ist der Schaden am eigenen Körper folgt der Regress der Krankenkasse. Und das, meine Herren, kann verdammt teuer werden!
Roger M Mellert - BDP 1. Mai 2010 Verstoss melden
Da muss man ansetzen. Bei der Eigenverantwortung. Und jetzt schreibe ich etwas, was ich nicht für möglich hielt bis vor 30 Minuten.
David H. hat Recht. Nicht überall, aber doch in einigen Punkten!

Eigenverantwortung und nicht krimminalisierung muss das Ziel sein. Man kann sovieles verbieten. Doch wer, Sandro, wer soll es kontrollieren und druchsetzen? Da Alkohol auch als Droge missbraucht wird, müsste dieser auch verboten werden. Aber nein, man setzt anders an, besser! Eigenverantwortung! Und es klappt sehr gut. Klar saufen viele jugendliche. Klar kiffen viele. Doch als aktuell 22 Jähriger "Jung-Nachwuchs-Politiker" frage ich dich als ebesolcher: Haben wir nicht auch ab und zu über die Stränge geschlagen? Und ist das nicht erst vor kurzem noch gewesen?
Seien wir nicht so steif und konservativ! WIR SIND BDP!!! Da drauf sind wir stoltz. Wir Diskutieren anständik, sind tolerant und wollen UNBEDINGT NICHT KONSERVATIV sein.
Roger M Mellert - BDP 2. Mai 2010 Verstoss melden
Nun aber wieder zum Thema:

Was passiert, wenn THC- haltige Stoffe legalisiert werden?
1. Der Preis sinkt
2. Jeder darf es handeln
3. Offener Handel ist viel besser kontrollierbar als die Dealerei
4. Das Tabu fällt weg
5. Durch Pt.4 wird eine offene Diskussion möglich
6. Durch Pt.5 werden aktiv Lösungen erarbeitet die auch etwas bringen
7. Man kann Geld in die Problematik investieren. In Prävention, Aufklärung und die Eigenverantwortliche Rechtsgrundlage.

Es gäbe viele weitere Punkte zu nennen, doch dazu haben wir sicherlich noch genug Zeit...

Der Staat sollte die Bürger möglichst wenig bevormunden und einschränken sowie zu etwas zwingen? Wieso? Das VOLK IST DER STAAT. Das Volk sagt wos lang geht. Es ist jedoch leider so, dass viele Bürger sich selber nicht bevormunden wollen und bei anderen es tun da jene offenbar gegen die persönlichen ethischen Werte des anderen verstossen. Was ist Ethik?
Man könnte auch Moral sagen... Sitte wäre falsch. Moral sind persönliche Regeln...
Roger M Mellert - BDP 2. Mai 2010 Verstoss melden
...gegen welche ich verstossen kann ohne von aussen bestraft zu werden. Einzig mein Gewissen bestraft mich dann.

Die eigene Moral auf andere anzuwenden finde ich unschön. Dass wäre dasselbe wie wenn ich mit einem "Handbuch für effizientes Kochen" einen Knoten zum Abseilen von der Eigernordwand binden wollte und im Falle eines überlebten Absturtzes den Bund ersuchte, die Gesteinskonfiguration am Berg zu verbieten....

Jede Generation hat die eigenen "wilden Tage" und die eigenen rebellischen Methoden.
Wir fuhren mit 12 Jahren mit frisierten Mofas über fahrverbotenen Waldwege und erschreckten den ein oder anderen Jogger, Hund oder Förster fast zu Tode. Ganz zu schweigen davon, dass wir uns selber gefährdeten.

Doch dabei war die Gesetzesgrundlage so gegeben wie Sie bei Sucht- resp. Genussmitteln fehlt.
Wenn du Scheisse baust musst du die Folgen tragen können. Kosten die ins unermessliche gehen. Das weckt! Nicht verbote.
Roger M Mellert - BDP 2. Mai 2010 Verstoss melden
Wie man wahrscheinlich ab und zu sieht bin ich jemand der Dinge immer zuerst von der juristischen Seite aschaut. Ich bin also ein sogenannter Paragraphenreiter... Falsch!
Die grosse Mehrheit der VERBOTE (nicht Gesetze) gehört verboten.

Mit jedem Verbot schränken wir uns selber immer weiter ein. Ein Verbot ist nicht mehr das Zeitgemässe Mittel um ein Problem zu lösen. Es ist einzig und alleine ein Vorwand um sagen zu können, man habe etwas getan. Doch in Wahrheit ist das Problem nur "Mundtod" oder unter dem Teppich verschwunden.

Die Menschen haben etwa 1.5kg Fett im Kopf (das ist kein Witz).
Dieses kann jedoch sehr viel bewirken... Wir sollten es nur endlich nutzen um uns, unsere Umwelt und unseren Planeten sowie alle anderen betroffenen Teile zu entlasten. Wir machen uns selber kapputt wenn wir uns alles verbieten und selber nicht mehr wissen wozu wo ein Verbot entstand oder dass es überhaupt besteht.
Den Überblick hat da garantiert niemand mehr.
Roger M Mellert - BDP 2. Mai 2010 Verstoss melden
Lösung: Eine LKW Ladung Tipex in die Bundesverwaltungen...

So, bin jetzt müde und werde mich zu gegeben er Zeit wieder einklinken. Schönen Sonntag
Roger M Mellert - BDP 2. Mai 2010 Verstoss melden
Wow, Roger Mellert, super Einstellung! Ich befürche jedoch, dass du (wir duzen uns doch, oder?) damit in deiner Partei klar in der Minderheit bist. Die BDP tendiert dazu, alles mit Verboten, Polizei und Überwachung lösen zu wollen und damit das Volk zu entmündigen.
David H - Piraten 2. Mai 2010 Verstoss melden
In einer Partei kann man nicht alle Parteiziele unterstützen. Das Mitglied ist different. Ich unterstütze nicht alles der BDP. Aber die Mehrheit.
Roger M Mellert - BDP 2. Mai 2010 Verstoss melden
Leider hat die Site hier die unschöne Angewohnheit angefangenen Kommentare selbstständig zu veröffentlichen, wenn man die Schreiberei lange unterbricht. Ich fahre nun, bezugnehmend zum letzten Kommentar, fort.

@David H
Es braucht in jeder Partei verschiedene Pole, die immer wieder neue Inputs geben. In diesem Thema hier, bin ich wohl so einer. Zudem lasse ich mich nicht in einen Topf stecken sondern bleibe mir selber treu, auch wenn das nicht all meinen "offiziellen Freunden" sofort gefällt.
Die BDP ist jung, ist beweglich und ich denke dass ich in der richtigen Partei bin.
Und ja, wir können uns dutzen, ich bin eben nicht so steif wie meine früheren "offiziellen Freunde".

@Sandro und Marcel Gygax

Ihr wisst beide, dass ich mehrheitlich eurer Meinung bin oder zumindest selber nichts besseres anbieten kann. Aber hier in diesem Thema, bin ich eurer Meining DASS etwas getan werden muss. Aber ich unterstütze nicht die Art. Also bitte nicht falsch verstehen. Gute Woche...
Roger M Mellert - BDP 2. Mai 2010 Verstoss melden
Endlich wird das Kind mal beim Namen genannt! Man kommt immer mit der illegalität des Cannabis und seiner schädlichen Wirkung, vergisst dabei aber, dass auch legalisierte Drogen wie Alkohol genau die gleiche Problematik bieten. Ich kenne fiele, welche am Abend nach der Arbeit zu Hause noch ein "Füürobejointli" rauchen und basta. Ist das schlimmer als derjenige, welcher anstelle des Joint rauchens ein Bier trinkt? Ich denke nicht.

Ich sehe es auch so, dass durch eine legalisierung des Cannabis und die dadurch entstehende staatliche Kontrolle das Problem effizienter angegangen werden kann als mit dem bestehenden Verbot. Zudem ist es sinnvoll, zwecks Schutze der jugendlichen Konsumenten, diese aus den Dealer Milieus weg zu holen. Denn wer weiss schon genau, was er da für Gras/Hasch bekommt wenn er es beim Dealer holen geht. Es kann mit allem möglichen versetzt sein und dadurch verheerende Folgen haben.

Was sich viele Konsumenten von Cannabisprodukten von einer Legalisierung auch...
Sandro Portmann 3. Mai 2010 Verstoss melden
... erhoffen, ist eine bessere Deklaration. Sprich wie bei den Zigaretten eine Angabe der Menge der Inhaltsstoffe.

Die Politik und das Volk haben dies jedoch leider, so zumindest meine Meinung, noch nich zu 100% begriffen. Sowohl Cannabis als auch Alkohol sind schädlich für die Gesundheit und können grosse Kosten verursachen. Bei Alkohol sehen die meisten jedoch weg, da er gesellschaftlich anerkannter ist als Cannabis und von einer breiteren Bevölkerungsschicht konsumiert wird.

Ich fände es interessant, wie die Argumentation gegen ein generelles Alkoholverbot aussehen würde!
Sandro Portmann 3. Mai 2010 Verstoss melden
Argumentation gegen ein Alk- Verbot?
Guter Input. Das würde mich auch brennend interessieren...
Roger M Mellert - BDP 3. Mai 2010 Verstoss melden
der begriff "droge" bedarf einer neudefinition. alles kann zur droge, zum suchtmittel werden, in einer überflussgesellschaft wie unserer sowieso. (essen, handy, facebook, sport, shopping usw. um einige beispiele zu nennen) zudem muss doch bedacht werden, dass in den 30er jahren in den usa die hetzkampagne gegen hanf losgetreten wurde. warum? wen wunderts: aus markwirtschaftlichen gründen natürlich: aspirin, baumwolle und papier aus bäumen mussten ihren absatzmarkt finden. da war das vielseitige, schnellwachsende und genügsame naturprodukt hanf im weg. diese verteufelung ist ein kulturprodukt und somit veränderlich. zum glück.
Ta Mara 5. Mai 2010 Verstoss melden
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